Pariser Klimaschutzabkommen: Ohne Trump erst recht!

Am heutigen Mittwoch hat der US-Präsident Donald J. Trump angekündigt, aus dem Pariser Abkommen auszusteigen. Hierzu erklärt Claude Turmes, energiepolitischer Sprecher der grünen Fraktion im Europaparlament:

„Die US-Regierung betreibt seit dem Amtsantritt Trumps eine rückwärtsgewandte Politik. Der Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem internationalen Kampf gegen den Klimawandel ist zwar bedauernswert, wird aber die erzielten Fortschritte und die Energiewende nicht grundsätzlich gefährden. Wenn die Vereinigten Staaten bei der Klimafrage nicht mitziehen, dann gefährden sie letztendlich vor allem die eigene politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität. Trump verlangsamt das Wachstum sauberer Technologien in den USA und verhindert damit die Schaffung zukunftsfähiger Jobs. Die Arbeitsplätze im Kohlesektor kommen nicht mehr zurück; die Zukunft liegt in den Erneuerbaren Energien.

Für Europa muss die Devise lauten: Jetzt erst recht! Die Europäische Union muss jetzt mehr denn je zeigen, dass sie auf nachhaltige Entwicklung und die klimafreundliche Innovation für ihre Industrie setzt. Wir müssen unsere Vorreiterrolle im Kampf gegen den Klimawandel behaupten, indem wir ambitiöse europäische Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz beschließen und unsere Kooperation mit internationalen Partnern wie China und Indien verstärken. Auch müssen wir jetzt gezielt mit ambitiösen US-Bundesstaaten neue Partnerschaften für den Klimaschutz eingehen, denn bei der praktischen Umsetzung des Pariser Weltklimavertrages haben die einzelnen US-Bundesstaaten viel Einfluss. Der US-Bundesstaat Texas etwa, ein republikanisches Eldorado, ist bereits internationaler Champion bei der Nutzung von Windenergie. Und über Kooperationsverträge arbeitet Luxemburg beim Klimaschutz heute schon direkt mit der progressiven kalifornischen Regierung zusammen.“


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