Herkunftskennzeichnung Fleisch in verarbeiteten Produkten: mehr Transparenz für die Verbraucher!

Das Europäische Parlament hat sich am heutigen Mittwoch mit großer Mehrheit für die Einführung einer Kennzeichnungspflicht für Fleisch in verarbeiteten Lebensmitteln ausgesprochen. Hierzu erklärt der grüne Europaabgeordnete Claude Turmes:

« Der Skandal rund um die Entdeckung von Pferdefleisch in verarbeiteten Lebensmitteln, die als Rindfleischprodukte beworben wurden, hat Anfang 2013 ernsthafte Mängel in unserem sehr globalisierten Lebensmittelversorgungssystems aufgedeckt. Dieses basiert leider oft auf komplizierten Versorgungsketten, in welchen Wirtschaftsakteure Zutaten für verarbeitete Lebensmittel immer dort kaufen, wo es am billigsten ist. Außerdem hat der Skandal gezeigt, wie wichtig es ist, verlässliche Informationen über die Herkunft von Fleisch in Fertiggerichten und anderen Produkten zu bekommen.

Uns ist bekannt, dass rund 30% der Fleischprodukte, die mit einem Label « Made in… » gekennzeichnet sind, aus Fleisch hergestellt werden, das gar nicht aus der angegebenen Region stammt. Auch bei der Luxemburger Grillwurst ist z.B. meistens völlig unklar, ob das verarbeitete Fleisch tatsächlich aus Luxemburg ist. Ich bin der Meinung, dass Verbraucherinnen und Verbraucher ein Recht auf richtige Informationen haben, um eine informierte Entscheidung treffen zu können. Studien belegen, dass rund 90% der Konsumenten in Europa der gleichen Meinung sind und wissen wollen, woher ihr Fleisch kommt. Deshalb bin ich froh, dass das Parlament sich heute mit großer Mehrheit für die Schaffung eines gesetzlichen Rahmens ausgesprochen hat, in dem Produzenten dazu verpflichtet sind, diese Informationen leicht erkennbar auf den Produkten zu platzieren! Jetzt muss die EU-Kommission dem Votum des EU-Parlaments folgend und einen konkreten Gesetzesvorschlag auf den Tisch legen. »


Les dernières actualités