Appell un de Jean-Claude Juncker: NEE zu #BAYSANTO

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Der deutsche Chemiekonzern Bayer AG und der amerikanische Saatgut- und Pestizidgigant Monsanto wollen fusionieren. Dies ist alles andere als eine gute Nachricht:

Eine Gefahr für die Landwirte

Nur wenige Konzerne beherrschen fast den gesamten Saatgutmarkt. Eine noch stärkere Machtkonzentration führt zu einer Verdrängung kleiner und mittlerer Saatzucht-Unternehmen, nachweislich steigenden Preisen für Saatgut (ca. 30 % in den letzten zehn Jahren) und zu einer wachsenden Abhängigkeit der Erzeuger von wenigen Anbietern. Die geplante Fusion zwischen Bayer und Monsanto würde bedeuten, dass ein einziges Unternehmen rund ein Viertel des Weltmarktes für Pestizide und fast ein Drittel des Weltmarktes des Pflanzengutes besitzen würde.

Eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit

Durch den Zusammenschluss von Bayer und Monsanto würde eine einzige Firma den Markt des Pflanzengutes und der Pestizide quasi beherrschen. Eine solche Marktkonzentration der Agrochemie ist besorgniserregend, da die Produkte dieser beiden Firmen negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bürger, die Lebensmittelproduktion und die Umwelt haben. Die Fusion wäre ein weiterer Schritt in Richtung eines hochindustrialisierten Landwirtschaftsmodells, in dem einige wenigen Unternehmen bestimmen, was auf unsere Teller kommt.

Eine Gefahr für die Demokratie

Wird  Europa  zur  neuen  Heimat  des  mächtigsten  Agrarkonzerns  der  Welt, steigt  der  Druck  auf  die  europäische  Politik.  Bereits  heute  nehmen Lobbyisten nachweislich auf wichtige politische Gesetzesvorhaben Einfluss, zum Beispiel in den Verhandlungen über die  Freihandelsabkommen CETA oder bei Entscheidungen  über  den Import  und den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen und Produkte. In den sogenannten Monsanto Papers wurde Einflussnahme auf Wissenschaftler und Fälschung von Studien durch den Pestizidhersteller aufgedeckt. Diese Art der Einflussnahme würde mit dem geplanten Zusammenschluss von Bayer und Monsanto noch zunehmen.

Das Unternehmen das aus der Fusion entstehen würde, würde die Art und Weise wie wir uns ernähren beeinflussen, unseren Landwirten und unserer Umwelt schaden und unsere Demokratie negativ beeinflussen. Deshalb lehnen wir die Übernahme des Monsanto-Konzerns durch die Bayer AG ab und fordern die EU-Kommission dazu auf, die Übernahme aus wettbewerbsrechtlichen Gründen zu untersagen.


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